Über das Projekt - Klassenweblog

Projektarbeit: Weblog

Definition:

Ein Weblog (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), oft einfach nur Blog genannt, ist eine Tagebuch ähnliche Webseite, die periodisch neue Einträge enthält
Weblogs können eine Mischung aus Kommentaren, Netzfunden, Tagebucheinträgen und anderen Texten beinhalten. Sie dienen zur Unterhaltung und persönlichen Darstellung im Internet.

Warum ein Weblog?

Im Unterschied zur Homepage ist das Weblog einfacher und schneller einzurichten. Auch in der Handhabung ist das Weblog weniger kompliziert, denn Form und Inhalt sind getrennt, so dass diese Form zunächst als Einstieg in das Internet für eine Unterstufenklasse geeigneter erscheint. Die Lernenden können ohne „Spezialkenntnisse“ selbstständig Beiträge veröffentlichen. Die Betreuung kann von mehreren Personen betrieben werden und ist einfacher und weniger aufwändig. Das Layout kann aus einer großen Liste bereits bestehender Vorlagen ausgewählt werden. Auf der Administrationsoberfläche kann der Inhalt von allen registrierten Benutzern bearbeitet werden. Unerwünschte Beiträge können problemlos gelöscht, nachträglich bearbeitet oder vom Administrator vor der Veröffentlichung kontrolliert/zurückgehalten werden. Zu jedem Beitrag können, sofern dies gewünscht wird, Kommentare geschrieben werden. Der Aufbau der Veröffentlichungen ist logisch und wenig kompliziert. Durch eine automatische Verlinkung zum Inhaltsverzeichnis und eine interne Suchfunktion kann man sich relativ leicht zurechtfinden. Es sind keine Zusatzprogramme nötig. Ein großer Vorteil gegenüber der Homepage ist auch die relativ geringe Störanfälligkeit vor unbeabsichtigten Eingriffen und Veränderungen, was eine enorme Arbeitserleichterung sein kann. Zum Schluss sei auch noch der finanzielle Aspekt genannt. Die Jahreskosten für die Domain belaufen sich auf ca. 60 € pro Jahr.

Pädagogische Ziele:

Es versteht sich von selbst, dass dieses Projekt für alle Schüler (und im Übrigen auch für die Lehrerin) ein sehr gute Möglichkeit ist, sich nach und nach Sach- und Fachkompetenz im Umgang mit dem Computer und dem Internet anzueignen, seinen Kenntnisstand zu erweitern und vor allem auch einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium zu erlernen (Stichwort Computerführerschein!). Dies ist im Lehrplan im Bereich „Medienerziehung“ ausdrücklich festgelegt. Daneben kann gerade das Fach Deutsch von diesem Projekt profitieren. Sowohl das gestalterische Schreiben, das vielfältige Formen des Erzählens umfasst, als auch das Berichten und Beschreiben sind möglich. Somit werden Grundlagen für schriftliches Mitteilen, Kommunizieren und ästhetisches Empfinden gelegt. Die Schüler begreifen Schreiben als Möglichkeit individuellen Gestaltens (siehe Deutsch – Lehrplan 5. Jahrgangsstufe). Daneben wird auch die Interaktion in der Klasse gestärkt. Dadurch, dass es Klassenteams gibt, die für die einzelnen Beiträge verantwortlich sind, sind die Schüler gefordert, innerhalb der Gruppe zusammenzuarbeiten und ihren Kenntnisstand nach und nach auf einen gemeinsamen Level zu bringen. Es muss gemeinsam entschieden werden, welche Artikel wie geschrieben werden, wer für was zuständig ist, welche Bilder veröffentlicht werden und welche Links eingefügt werden sollen. Teamarbeit wird somit intensiv geübt.
Durch öffentliches und auch privates Feedback erfahren die Schüler eine Wertschätzung ihrer Arbeit!
Zum Schluss sei noch ein Aspekt erwähnt: Falls die Schüler es über ihre gesamte Schulzeit hinweg schaffen, ihre Beiträge kontinuierlich zu veröffentlichen, hätte jeder eine Art persönliches Tagebuch am Ende der Schulzeit als Erinnerung.

Gefahren und Probleme:

Natürlich muss an dieser Stelle auch auf mögliche Gefahren und Probleme im Umgang mit dem Computer und mit dieser Form der Darstellung im Netz hingewiesen werden. Man muss sich bewusst sein, dass persönliche Informationen veröffentlicht werden und eine gewisse Form der Selbstdarstellung stattfindet, was einen besonders verantwortlichen Umgang mit den Beiträgen und deren Veröffentlichung erfordert. Die Beiträge sind subjektiv und spiegeln nicht immer die Meinung aller Beteiligten wider. Durch die Projektarbeit haben die Schüler vielleicht ein willkommenes Alibi, noch länger am Computer zu sitzen und im Netz zu surfen, als es für Eltern und Pädagogen wünschenswert wäre. Es muss darauf geachtet werden, dass keine Urheberrechte verletzt werden oder dass man sich über andere Verbote hinwegsetzt.
Einige der Probleme kann man insofern steuern, indem man zunächst die freie Kommentarfunktion unterbindet. Alle Beiträge müssen eine „Endkontrolle“ passieren, so dass man sicher sein kann, dass nichts im Weblog auftaucht, was nicht autorisiert ist. Es werden keine Nachnamen, Adressen und Telefonnummern veröffentlicht. Fotos müssen genehmigt sein und können zudem verfremdet werden. Die Schüler zu einem verantwortungs- und sinnvollen Umgang mit den neuen Medien zu erziehen, sollte immer Vorrang vor Verboten haben. Der Computer ist kein Ersatz für herkömmliche Methoden, sondern sollte als Arbeitserleichterung und Ergänzung gesehen werden. Ein enges Zusammenarbeiten mit den Eltern und eine gegenseitige Unterstützung ist Voraussetzung für das längerfristige Gelingen dieses Projektes.

Zielsetzung:

Dieses Projekt ist zunächst für ein Jahr angelegt. In diesem noch verbleibenden Schuljahr wurden die nötigen Voraussetzungen hierfür geschaffen. Es wurden Schreibteams gebildet und die Seiten eingerichtet. Außerdem sollen die ersten Beiträge veröffentlicht werden, um einen kurzen Überblick über uns und das ablaufende Schuljahr zu geben. Im neuen Schuljahr ist dann einmal im Monat eine regelmäßige Redaktionssitzung geplant, die von einer Fachkraft betreut wird. Hier werden dann die Beiträge ins Netz gestellt. Das setzt im Vorfeld natürlich ein zuverlässiges Arbeiten der einzelnen Teams voraus. Außerdem ist geplant, dass die Schüler regelmäßig im Umgang mit dem Computer geschult werden, so dass nach und nach ein eigenständigeres Arbeiten möglich wird.

Martina Dehner

Schuljahr 2007/2008 

Das neue Schuljahr ist nun bereits einige Wochen angelaufen und nach den ersten Startschwierigkeiten wollen wir unseren Weblog auch das zweite Jahr weiterführen. Wir sind stolz, auf das, was wir letztes Jahr geschafft haben und haben alle viel dazugelernt (am meisten wahrscheinlich ich selbst!!). In diesem Jahr sind die Rahmenbedingungen im Vergleich zum letzten Jahr anders, so dass es sich zeigen muss, ob und wie gut es klappt. Ich habe die Klasse nur noch eine Stunde in der Woche und da nur jeweils die Hälfte. Somit ist es sehr schwer, die Artikel zuverlässig und pünktlich „einzutreiben” zumal die Möglichkeit einer Benotung wegfällt. Ich lasse mich überraschen, ob so ein Projekt allein auf freiwilliger Basis funktioniert. Eigentlich wäre es ja sehr erstrebenswert!!

Glücklicherweise ist mir bei meiner Arbeit Frau Kraus als Partnerin geblieben, die mich in allen technischen und inhaltlichen Fragen unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin. Als Ziel für dieses Jahr wollen Frau Kraus und ich zum einen unseren Weblog betreuen, zum anderen den Kindern zusätzliche Techniken und Kenntnisse über die Arbeit mit dem Computer beibringen bzw. vertiefen. Einiges wird ja auch über den Informatikunterricht abgedeckt. Bis Weihnachten ist nun geplant, dass jedes Kind eine Powerpointpräsentation über ein selbst gewähltes Thema erstellt, die dann als CD zu Weihnachten verschenkt werden kann. So kann noch einmal alles Wichtige im Zusammenhang mit Powerpoint wiederholt und vertieft werden. Zusätzlich sind in diesem Jahr noch zwei Termine mit einem Schülervater geplant, der mit den Schülern über Funktionen, Gefahren und Arbeitstechniken sprechen wird. Hier liegt die Idee zu Grunde, dass in der Klasse einige Väter Computerspezialisten sind. Warum sollte man diese Möglichkeiten nicht nutzen, zumal ein wichtiges Ziel der gymnasialen Reform ja eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist und eine Zusammenarbeit mit externen Partnern ausdrücklich erwünscht wird. Alle diese Angebote sind freiwillig! Am Ende des Schuljahrs folgt dann ein Resümee.

M.Dehner