Das erste Jahr im Wirsberg-Gymnasium
Am Montag, dem 13. September 2005, war es soweit. Pünktlich um 9.00 Uhr versammelten sich “die Neuen” mit ihren Eltern in der Aula des Wirsberg-Gymnasiums. Der erste Schultag hatte begonnen.
Nach einigen Begrüßungsworten durch Direktor Bengel begaben wir uns in die Klassenzimmer und erlebten dort gleich die erste Überraschung: Statt einem stellten sich gleich zwei Klassenlehrer vor, Herr Hamann und seine Stellvertreterin Frau Dehner. Interessiert blickte ich mich im Raum um. Zum Glück kannte ich schon einige Schüler und so fand ich schnell einen Banknachbarn. Die ersten Unterrichtsstunden verbrachten wir mit Spielen, die das gegenseitige Kennenlernen ermöglichen sollten, danach noch ein wenig “Organisation” und so verging der erste Tag im Gymnasium wie im Flug.
Auch die folgenden Tage waren recht stressfrei, ganz anders, als ich das vom Gymnasium erwartet hatte. Mit viel Humor führten uns die Lehrer in ihre Fachgebiete ein und nach und nach stellte sich der normale “Wirsberg-Alltag” ein.
Anfang Oktober wartete schon der erste Höhepunkt auf uns Fünftklässler. Zusammen mit Frau Dehner und Herr Hutzel verbrachten wir eine Woche im Schullandhein Wiesenbronn. Das Besondere an diesem Aufenthalt war, dass wir uns selbst versorgen mussten. Täglich wurden neue Gruppen eingeteilt, die für das Kochen und den Abwasch zuständig waren. Im Großen und Ganzen klappte das alles hervorragend, wenn man von einigen lustigen Pannen absieht. So schüttete ein Klassenkamerad am ersten Morgen beim Kaffeekochen das Pulver nicht in den Filter, sondern direkt in die Kanne. Herr Hutzel war dann der erste, der sich über den ungewohnten Kaffeegenuss wunderte. Ein weiteres Missgeschick passierte eines Abends, als die frisch zubereitete Rote Grütze zu Boden fiel. Noch während wir uns Gedanken über das Aufwischen machten, kam Herr Hutzels Hund angelaufen und schleckte alles mit der Zunge auf. Am Abend des letzten Tages führten alle Schüler einen kurzen Sketch oder eine musikalische Darbietung auf. Zuvor wurde ein Drei-Gänge-Menü aufgetischt. Durch die Erlebnisse im Schullandheim wurde unser Klassengeist sehr gestärkt.
Nach den Herbstferien fand am 17.November wie jedes Jahr der “Abend der Musik” im großen Musiksaal statt. Schüler der fünften bis zur dreizehnten Klasse konnten zeigen, was sie musikalisch drauf haben. Und es wurde eine Menge geboten: von Klavier- und Kammermusik über Gesang bis hin zur Rockmusik war alles vertreten. Am witzigsten war der Lehrerchor, bei dem sich unter anderem Herr Hamann voll ins Zeug legte.
Außerordentlich gut gefiel mir auch die Theatergruppe. Ich weiß nicht mehr so genau, wann die Aufführung statt fand, von dem Stück “Geschichten aus dem Wiener Wald” war ich jedoch begeistert.
Ihr seht also, liebe neue Fünftklässer, dass das Leben im Wirsberg viel zu bieten hat. Freut Euch also auf die schöne Zeit, die vor Euch liegt.